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Wieso Sie auch im digitalen Zeitalter mit Vertrauen besser führen - 7 Tipps​

9.2.2018 von Stephan Isenschmid

Vertrauen und Führungskompetenz gehen Hand in Hand. Jedoch gibt’s das Vertrauen nicht gratis mit dem Titel dazu, sondern es muss hart verdient werden. Wieso Vertrauen in jedem Unternehmen so wichtig ist und wie Sie Vertrauen als Basis jeder Arbeitsbeziehung aufbauen und somit aus dem vollen Potenzial Ihrer Mitarbeiter schöpfen können, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Vertrauen als wichtige Führungskompetenz aufbauen

Gerade im Zeitalter der fortgeschrittenen Digitalisierung ist Vertrauen als Führungsinstrument essentiell. Eine auf Vertrauen basierende Unternehmenskultur, welche selbstorganisatorische Aspekte fördert und auch schon mal einen Fehler zulässt, ist die Basis für den nachhaltigen Erfolg eines jeden KMU. In einem solchen Umfeld können Talente, ob jünger oder älter, über sich hinauswachsen und bemerkenswerte Leistungen vollbringen. Ohne Vertrauen werden die jüngeren Talente das Unternehmen schnell wieder verlassen und die älteren Dienst nach Vorschrift bevorzugen.

Wieso es ohne Vertrauen nicht geht

Viele Führungskräfte haben den Eindruck, ihre Leute würden sich nicht genug anstrengen und darum kontrollieren sie. Dies beeinflusst jedoch die Motivation und Arbeitsleistung der Mitarbeitenden. Die regelmässige Kontrolle lässt ein Gefühl von Misstrauen entstehen und es ist schwierig, echte Leidenschaft für eine Aufgabe zu entfachen, wenn Angst der Antrieb ist.

Gemäss Management-Berater und Führungskräfte-Coach Daniel F. Pinnow ist es für Mitarbeitende schwer, sich mit dem Arbeitgeber und der Arbeit zu identifizieren, wenn Misstrauen und Kontrollwahn dominieren. Dürfen Mitarbeitende hingegen selbstverantwortlich handeln, zeigen sie Initiative und sind gewillt, weit mehr als das Minimum zu leisten.

Zudem fördert eine vertrauensvolle Beziehung die Bereitschaft der Mitarbeitenden, ihren Vorgesetzen zu folgen und sich ihnen anzuvertrauen, auch wenn sie deren Ansichten nicht immer teilen. Ohne Vertrauen wird jede gut gemeinte Handlung und jede positive Absicht sofort als Manipulation interpretiert. Führungs-kräfte können dann noch so gute Strategien anwenden - wenn die Mitarbeitenden ihrem Chef misstrauen, wird keine Massnahme greifen. 

Wieso Vertrauen am Arbeitsplatz so wichtig ist

Für Viele ist der Arbeitsplatz ein zweites Zuhause, verbringt man doch den grössten Teil der Woche an diesem Ort. Mitarbeitende möchten sich wohlfühlen, als nützlich betrachtet werden und auf ein gemeinsames, transparentes Ziel hinarbeiten. Fehlt das Vertrauen, so fehlt auch Zufriedenheit und Enthusiasmus, was zu Demotivation und im schlimmsten Fall zu einer Kündigung seitens der Mitarbeitenden führen kann. Nachfolgend weitere acht Gründe, die aufzeigen, weshalb Vertrauen am Arbeitsplatz so wichtig ist:

  1. Vertrauen hilft, Spannungen und Feindseligkeiten unter den Mitarbeitenden zu vermeiden.
  2. Vertrauen hilft Mitarbeitenden, Veränderungen schneller und einfacher zu akzeptieren.
  3. Vertrauen hilft, empfänglicher für negatives Feedback zu sein. Im Wissen darum, dass Ihnen als Vorgesetzter ihr Interesse am Herzen liegt, sind Mitarbeitende eher bereit, negatives Feedback auf eine positive Art und Weise aufzunehmen.
  4. Vertrauen fördert die Motivation des Teams.
  5. Vertrauen wirkt sich positiv auf die Loyalität der Mitarbeitenden aus, welche dadurch als einzigartige Markenbotschafter dienen.
  6. Vertrauen begünstigt die Kommunikationsbereitschaft von Mitarbeitenden, deren Ideen und Inputs einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung des Unternehmens leisten.
  7. Vertrauen hebt die Stimmung und fördert eine positive Unternehmenskultur
  8. Vertrauen steigert die Produktivität und fördert somit qualitative Arbeit, was sich wieder positiv auf die Kundenzufriedenheit auswirkt.

Wie Sie als Führungskraft Vertrauen aufbauen

Sie haben nun verstanden, weshalb Vertrauen in Ihrem Unternehmen so wichtig ist, möchten jetzt aber natürlich wissen, wie Sie denn eine solch solide Vertrauensbasis schaffen. Mit den folgenden Tipps gelingt es bestimmt:

1. Zeigen Sie Ihre Leidenschaft für das Unternehmen

Wenn Sie möchten, dass Ihre Mitarbeitenden mit Herzblut dabei sind, dann müssen Sie diese Leidenschaft fürs Business vorleben. Nehmen Sie, so oft es geht, an Aktivitäten wie Lunch & Learns, Firmenevents oder After-Work Veranstaltungen teil, um zu zeigen, dass Ihnen das Unternehmen und die Mitarbeitenden wichtig sind. Diese Leidenschaft vermittelt das überzeugte Verfolgen der Mission und Werte des Unternehmens und zeigt auf eine ehrliche Art und Weise wohin der Weg gehen soll.

2. Teilen Sie Ihr Wissen

Das Verfügen von Wissen über die Branche und Produkte vermittelt Vertrauen, da Sie als Vorgesetzter wissen, wovon Sie sprechen. Mitarbeitende vertrauen Ihnen mehr, wenn Sie sich auch schon mit deren Aufgaben herumgeschlagen haben und sich darin auskennen. So sind Mitarbeitende offener, mit Fragen auf Sie zuzukommen und Ihre Entscheidungen sowie konstruktive Kritik zu akzeptieren.

3. Halten Sie Versprechen

Sie kennen das Sprichwort: Mache keine Versprechen, die du nicht halten kannst. Klingt einfacher als getan. Gerade als junge Führungskraft kann es verlockend sein, durch grosse Gesten und Statements das Team für sich zu gewinnen. Doch diese Beziehung beruht in erster Linie auf Vertrauen und Respekt, welcher schneller verloren als gewonnen ist, sofern falsche Versprechen gemacht werden. Denken Sie also immer zuerst nach, bevor Sie sprechen, im Wissen, dass Ihre Worte sich direkt auf das Verhalten Ihrer Mitarbeitenden auswirken.

4. Zeigen Sie Vertrauen in Ihre Mitarbeitenden

Wenn Sie in die Fähigkeiten, Entscheidungskompetenz und das Urteilsvermögen Ihrer Mitarbeitenden vertrauen, dann werden sie Ihnen ebenfalls vertrauen. Leadership heisst nicht nur, gut zu führen, sondern dem Team zu Bestleistungen zu verhelfen. Schliesslich widerspiegelt sich Ihr Erfolg im Erfolg des gesamten Teams.

5. Kommunizieren Sie mit Ihren Mitarbeitenden

Ohne Kommunikation können Sie niemanden kennenlernen und ohne jemanden zu kennen, ist es schwierig, jemandem zu vertrauen. Viele Mitarbeitenden wünschen sich einen regelmässigeren Austausch mit ihren Vorgesetzten. Oft möchten Sie auch als normale Menschen und nicht nur als Angestellte Wahrgenommen werden. Fragen Sie z.B. am Montagmorgen wie das Wochenende war und welche Aktivitäten unternommen wurden. Oder fordern Sie nebst dem persönlichen Austausch ein wöchentliches, anonymes Feedback Ihrer Mitarbeitenden ein, z.B. via Online-Umfrage. So können Sie stets monitoren, wie das Team sich fühlt, allfällige Unstimmigkeiten frühzeitig erkennen und dementsprechend Änderungen oder Verbesserungsvorschläge einleiten.

6. Seien Sie transparent

Vertrauen entsteht am einfachsten dann, wenn jegliche Art von Kommunikation möglichst offen und transparent ist. Dies ist besonders wichtig in schwierigeren Zeiten, wenn das Geschäft mal nicht so gut läuft. Werden Mitarbeitende auf dem Laufenden gehalten, kommt es zu keinen bösen Überraschungen und das Zeigen von einer gewissen Verletzlichkeit lässt Sie menschlich und vertrauenswürdiger ausschauen.

7. Geben Sie Fehler offen zu und anerkennen Sie gute Leistungen

Vor allem für Manager ist es oft nicht einfach, für Fehler des Unternehmens einzustehen und Verantwortung zu zeigen. Doch genau das macht Sie zu einem guten Leader, da Sie menschlich rüberkommen und zeigen, dass es immer Verbesserungsmöglichkeiten gibt. Schmücken Sie sich nicht mit fremden Federn, sondern loben Sie das gesamte Team für gute Leistungen. Sobald Mitarbeitende merken, dass ihre Arbeit anerkannt wird, steigt ihre Motivation, was eine auf Vertrauen basierende Beziehung fördert.

Sie haben nun nicht nur verstanden, weshalb Vertrauen in Ihrem Unternehmen so wichtig ist, sondern verfügen jetzt auch über das Wissen, wie Sie Vertrauen zu Ihren Mitarbeitenden aufbauen können. Wenn Sie versuchen, diese Tipps nach und nach in Ihren Alltag einzubauen, dann werden Sie bald erkennen, was es heisst, mit Vertrauen besser zu führen.Neuer Call-to-Action

 

 

Themen: leadership, mitarbeiter, business transformation, unternehmenskultur

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