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Good to Know!

Agilität für Führungskräfte

23.11.2017 von Stephan Isenschmid

Wenn KMU die Kraft für ausreichende Innovation aufbringen möchten, um ihre Business Transformation im Sinne der anstehenden Digitalisierung voranzutreiben, müssen ihre Führungskräfte auf Agilität und mehr Selbstorganisation drängen. Anders kann der Wandel nicht gelingen.iStock-118306534.jpg

Was ist Agilität?

Es handelt sich um ein Merkmal im Management von Unternehmen und anderen Organisationen, das durch schnelle Anpassung für Flexibilität und Initiative sorgt. Agil bedeutet wendig oder gewandt, im unternehmerischen Alltag gehören dazu bestimmte Verhaltensweisen. Die Führungskräfte der Unternehmen sind agil, wenn sie

  • antizipativ,
  • proaktiv und
  • initiativ

agieren. Das bedeutet: Sie sehen Entwicklungen voraus (antizipieren sie), handeln entsprechend vorausschauend (proaktiv statt reaktiv) und ergreifen stets selbst die Initiative, bevor sie quasi von den Geschehnissen überrollt werden. Das ist gerade bei der Business Transformation die entscheidende Haltung, die mit Agilität umschrieben wird. Doch diese Haltung und dieses Handeln verlangen von den KMU-Führungskräften auch auf der mittleren und selbst der unteren Leitungsebene sehr viel Selbstorganisation. Sie können nicht mehr darauf warten, dass von der Unternehmensleitung jeder anstehende Schritt detailliert geplant und vorgeschrieben wird. In ihren eigenen Abteilungen kennen sie die Verhältnisse am besten. Dementsprechend müssen sie Vorschläge ausarbeiten, die ihre Unternehmensleitung im Grunde nur noch abzusegnen braucht, weil sie in sich stimmig sind. Wenn das funktioniert, wäre es echte Agilität. 

Der Vorteil von Agilität?

Die klassische Organisationsstruktur ist stabil und funktioniert prozess- oder projektorientiert. Projektorientierte Strukturen dürfen als flexibler gelten, doch auch sie können während der Dauer des Projekts noch relativ starr beschaffen sein. Die modernen unternehmerischen Umfelder von KMU sind aber turbulent und unbeständig - ein Phänomen, dass sich durch die Digitalisierung und fortlaufende Innovationen noch verstärkt. Die Beteiligten beschreiben die Lage mit “die Märkte werden schneller”. Das muss nicht einmal in jedem Fall stimmen: Nach der abgeschlossenen Digitalisierung einzelner Wirtschaftsbereiche (etwa im Bereich eCommerce) entstehen wieder durchaus stabile, über Jahre gleichmässig funktionierende Märkte. Das bestätigen verschiedene Berufsgruppen, deren Angehörige etwa seit 2005 in der Online-Wirtschaft tätig sind. Dennoch ist die subjektiv als “sehr schnell” empfundene Wirtschaft tatsächlich in einzelnen Bereichen schneller geworden. Hinzu kommt: Die Business Transformation hört nicht morgen auf. Mit jeder technischen Innovation entstehen neue Angebote, neue Nachfrager und damit neue Märkte. Wer hätte sich vor 20 Jahren vorstellen können (ausser Jeff Bezos), dass die Menschen so gern am Computer einkaufen, dass sich damit ein viele Milliarden Dollar schweres, weltbeherrschendes Handelsunternehmen aufbauen lässt? Kein Zweifel: Die heute existierenden, vielfach sehr ordentlich wirtschaftenden KMU wissen nicht, wie ihr Markt auch nur in zwei bis drei Jahren aussehen wird. Beispiele dafür lassen sich in grosser Zahl finden, wenn wir beispielsweise die Elektromobilität oder den Markt der Unterhaltungselektronik betrachten. Daher müssen die Unternehmen die Fähigkeit entwickeln, in einer sich permanent wandelnden Markt- und Wettbewerbsumgebung weiter gewinnbringend zu operieren. Ein Charakteristikum sind sich laufend und unvorhersehbar verändernde Kundenwünsche. Die Aufgabenstellung lässt sich nur durch Agilität bewältigen - und zwar auf allen Unternehmensebenen. Es gehören agile Zielbilder und Führungsinstrumente dazu, die konkret bedeuten, dass der Selbstorganisation der Mitarbeiter viel mehr Spielraum eingeräumt wird. Der IT-Bereich ist besonders betroffen, doch auch in allen anderen Unternehmensbereichen sind heute Agilität und Flexibilität gefragt. Diejenigen Organisationen, die sich dieser Aufgabe stellen, werden damit wettbewerbs- und zukunftsfähig.

Themen: führungskraft, innovation, leadership, business transformation, organisation

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